ADLER LÄSST FLÜGEL HÄNGEN: Keine Einnahmen - Einzelhandel leidet unter gewaltigem Insolvenzdruck

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Jüngstes Opfer der Corona-Krise im Textilhandel ist die traditionsreiche Modekette Adler.
Wegen Überschuldung stellte die Adler Modemärkte AG beim Amtsgericht Aschaffenburg einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung.
Ein Gutachter sei damit beauftragt worden, zu prüfen, ob die Abwicklung der Insolvenz in Eigenverantwortung möglich sei, sagte der zuständige Insolvenzrichter am Montag.
"Viele Unternehmen haben auf das Weihnachtsgeschäft gesetzt, um sich mit einem kleinen Puffer bis zum Frühjahr zu retten", sagte der Deutschland-Chef des Kreditversicherers Euler Hermes, Ron van het Hof der Deutschen Presse-Agentur.
Mit dem Lockdown sei diese Hoffnung allerdings zerstoben. "Insofern erwarten wir weitere Insolvenzen in diesem Bereich." Auch beim Handelsverband Textil (BTE) heißt es mit Blick auf den Adler-Insolvenzantrag: "Das wird nicht der Letzte sein." Die Unternehmen der Branche benötigten aktuell viel Geld, um die Ware für das Frühjahr und den Sommer zu bezahlen.
Doch Geld sei knapp - wegen des Lockdowns, aber auch weil bislang keine nennenswerten Hilfen des Staates in der Branche angekommen seien. Der BTE befürchtet, das Zehntausende Modegeschäfte und über 100 000 Arbeitsplätze gefährdet sind.
Auch die Gastronomie wartet derzeit noch auf die versprochenen Hilfsgelder, jetzt im Januar soll die Auszahlung beginnen. Für einige Gastronomen kommt jedoch bereits jede Hilfe zu spät.
#Einzelhandel #Soforthilfe #Corona
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